Die Gründungsveranstaltung
des BVDAK e.V. fand am 12.02.2008 statt.

Der Arzneimittelmarkt 2007

IMS HEALTH hat in diesen Tagen die Daten zur Entwicklung des Arzneimittelmarktes in Deutschland
von Januar bis Dezember 2007, d.h. für das Gesamtjahr 2007 vorgelegt. Die Umsatzdaten beziehen sich auf Endverbraucherpreise und beruhen ebenso wie die Mengenangaben auf Apotheken-abverkäufen. Bei der Interpretation der Umsatzwerte und ihrer Veränderungsraten ist jeweils der
Effekt der Mehrwertsteueranhebung zum 1. Januar 2007 in Rechnung zu stellen.

Der Markt rezeptpflichtiger Präparate erreichte im Berichtszeitraum ein Umsatzvolumen von
30,744 Mrd. EUR und lag damit deutlich über dem Wert des Jahres 2006 (+5%). Die Zahl der abgegebenen Packungen rezeptpflichtiger Arzneimittel übertraf mit 689,6 Mio. Einheiten (+2%)
das Vorjahresniveau leicht.

In den Marktsegmenten Generika und Festbetragspräparate ist weiterhin festzustellen, dass hier jeweils die Umsätze stärker rückläufig sind, als dies durch die Mengenentwicklung vorgegeben wird. D. h. hier sind  - infolge von Festbetragssenkungen und Rabattverträgen - sinkende Durchschnitts-preise pro Verordnung zu beobachten.

Charakteristisch für das zurückliegende Jahr ist auch der Trend einer zunehmenden Direkt-belieferung der Apotheken durch die Hersteller. Gemessen am Umsatz hat das Direktgeschäft um 9% zugelegt. Für diese Entwicklung ist das Segment der nachahmerfreien, bzw. patentgeschützten Arzneimittel maßgeblich.
 
Die Verordnungen rezeptfreier Arzneimittel verzeichneten auch im vierten Jahr nach dem Inkrafttreten des OTC-Erstattungsausschlusses weiterhin eine rückläufige Entwicklung. In diesem Segment wurde mit dem Absatz von 139 Mio. Packungseinheiten ein Umsatz von 1,346 Mrd. EUR
erzielt. Dies entsprach nach Umsatz wie nach Menge jeweils einem knappen Rückgang von -0,3% bzw.  -1% gegenüber dem Vorjahr.


Der Arzneimittelmarkt in der Apotheke 2007

  Umsatz zu EVP  +/-%gg. Vj. Packungen +/-% gg. Vj.
Rezeptpflichtige AM 30,744 Mrd. EUR +5,0% 689,6 Mio. +2%
Verordnete rezeptfreie AM 1,346 Mrd. EUR -0,3% 139,3 Mio. -1%
Selbstmedikation 4,270 Mrd. EUR  -0,2% 549,5 Mio. -2%

Quelle: IMS Health

Die weiterhin rückläufige Zahl ärztlicher Verordnungen bei rezeptfreien Arzneimitteln wurde wie schon in den drei Jahren zuvor nicht durch zunehmende Selbstkäufe entsprechender Präparate kompensiert. Vielmehr hat die Umsatz- und Absatzentwicklung im Selbstmedikationsmarkt dazu beigetragen, die abnehmende Bedeutung rezeptfreier Präparate in der Arzneitherapie wie
für den Apothekenumsatz noch zu verstärken. Lag der Anteil rezeptfreier Präparate am Arzneimittelumsatz im Jahr 2003 noch bei 21%, so fiel dieser Wert 2007 erstmals auf unter 16% (2006: 17%). Die Zahl der von den Verbrauchern in der Apotheke selbst gekauften rezeptfreien Arzneimitteln ist um -2% auf 549,5 Mio. Einheiten zurückgegangen. Damit ging ein in etwa stagnierender Umsatz (-0,2%) in Höhe von 4,270 Mrd. EUR einher. Die im Vergleich zur Mengenkomponente positivere Umsatzentwicklung ist auf einen Anstieg des Durchschnittspreises pro abgegebenem Selbstmedikationspräparat  um 15 Cent (ca. 2%) gg. dem Vorjahr auf nunmehr 7,77 EUR zurückzuführen.

Die Selbstmedikation mit freiverkäuflichen Arzneimitteln außerhalb der Apotheke war nach Umsatz wie nach Menge um rund 6,5% rückläufig. In diesem Segment wurde nach Angaben von IMS Health mit dem Absatz von 80 Mio. Packungseinheiten ein Umsatz von 0,256 Mrd. EUR erzielt. Die genannten Zahlen zeigen, dass jedenfalls die Entwicklung der

Selbstmedikation in den von IMS erfassten Distributionskanälen abseits des pharmazeutischen Einzelhandels nicht als Erklärung für die "OTC-Konsumschwäche" dienen kann.


 

 

 

 

Apothekendichte

Entwicklung der Apothekenzahl

Entwicklung der Arbeitsplätze
in öffentlichen Apotheken

Gesamtumsatz der Apotheken

Umsatz je Apotheke

Umsatzverteilung

Umsatzstruktur der Apotheken

Handelsspanne, Gesamtkostenanteil, Rendite

GKV-Ausgaben für Arzneimittel (ohne Zuzahlungen)

Anteile an den Gesamtausgaben

 

 

 
 
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